Unsere Reise im Juni 2017

Es ist immer eine sehr emotionale Angelegenheit in ein Land zu reisen, in dem ein Großteil der Bevölkerung sehr arm ist und in dem die Tiere keinen Status haben.

Am 15. Juni hieß es für Steffi, Aki und mich früh aufstehen, denn wir hatten den frühestmöglichen Flug nach Bukarest gebucht. Somit würde uns mehr Zeit für die Hunde und das Shelter bleiben und das war ja unsere Mission – Besuch und Hilfe bei Sanda und den Hunden.

Im Flugzeug gingen uns schon die ersten Gedanken durch den Kopf: Wie geht es Sanda? Was machen die Straßenhunde und wie geht es unseren Hunden im Shelter? Wir waren emotional geladen und freuten uns. Dazu kam noch, dass das Wetter super war und somit unsere Stimmung hob.

 

Sanda holte uns wie immer vom Flughafen ab und die Wiedersehensfreude war ungemein groß. Das Gepäck wurde im Auto verstaut und es ging auf ins Shelter. Unterwegs erfuhren wir bereits von Sanda, wie es einzelnen Hunden im Tierheim ging. Auf dem Weg dahin begegneten wir bereits einigen Straßenhunden. Es ist immer wieder ein trauriges Gefühl, wenn man diese Hunde sieht. 

Im Shelter angekommen begrüßten uns die Hunde mit lautstarkem Gebell und wir begrüßten die Hunde mit Leckerlies. Bei diesem Rundgang bemerkten wir, dass es Cliff, dem alten Opahund, der erst einige Tage im Shelter war und der von einem Freund von Sanda gerettet wurde, nicht gut ging.

 

Er lag mitten auf dem Betonboden und nicht mal der Kopf hob sich, als wir zu ihm gingen. Das bedeutete nichts Gutes und so fuhren Sanda und ich gleich nach Buftea zum Tierarzt. Leicht war es nicht, denn Cliff hatte bereits eine schlimme Behandlung hinter sich und es war schwierig, ihm den Maulkorb anzuziehen. Nein, zum Tierarzt wollte er nicht mehr. Doch es war das Beste, er wurde infudiert, es wurde ihm noch einmal Blut abgenommen und er wurde überwacht. Eine Nacht musste Cliff dortbleiben und leider war das Ergebnis der Blutuntersuchung niederschmetternd. Dirofilaria, davor wurde er schon gegen Babesiose behandelt, was musste dieser alte ausgemergelte Körper schon alles über sich ergehen lassen.

Traurig fuhren wir an diesem Tag zurück nach Bukarest. Aber nicht ohne auch die Straßenhunde zu füttern. Hier gab es den zweiten Notfall des Tages. Im Waldstück, in dem Sanda erst die beiden größeren Welpen Rose und Nosy gefunden hatte, entdeckten wir 4 sehr kleine Welpen. Sicher ausgesetzt, von der Mama war weit und breit nichts zu sehen. Wir fütterten sie und fuhren mit gemischten Gefühlen nach Hause. Sanda hatte eigentlich im Shelter keinen Platz für noch mehr Welpen, aber jeder von uns hatte das Gefühl, in der Traurigkeit zu ersticken. Man kann kaum Atmen und immer wieder stehen Tränen in den Augen. 

Am nächsten Tag machten wir einige Besorgungen, unter anderem wollte unsere Steffi einen Tisch mit Stühlen für die Terasse bzw. den Auslauf spenden und zusätzlich haben wir noch ein neues Planschbecken für den Auslauf gekauft. Damit machten wir uns dann auf den Weg ins Shelter. Unterwegs fragten wir uns, wie es den 4 Welpen und Cliff ging. Im Tierheim angekommen, sagte Sanda uns, dass sie die Welpen ins Tierheim holen würde, ein Glücksgefühl überkam uns und die Freude war riesig. Sanda und Aki fuhren los, um die Welpen und Cliff zu holen. Steffi und ich machten Bilder und holten Hunde in den Auslauf. So konnten sich Sira über ein kühles Bad und Ringo über einige Runden im Auslauf freuen. Danach kamen die 6 Junghunde Lenny, Siva, Lennox, Trust, Nico und Luka sowie Rose und Nosy dran. Alle hatten viel Spaß und  endlich sind sie wieder einmal aus den Zwingern gekommen. Leider gibt es diese Momente nicht so oft, da es allein sehr schwierig ist, denn Sanda hat zu wenig Helfer im Shelter. Die Hunde müssen teilweise zum Auslauf getragen werden, das ist nicht immer machbar. Nur wenn die freiwilligen Helfer, die immer mal sporadisch an Wochenenden da sind, oder wenn wir vor Ort sind, funktioniert das. Die Zwinger sind klein und darin zu leben ist ein Gefängnis. 

Es ist ein Tierheim, in das Hunde in Zwinger eingesperrt sind. Oft fragen wir uns, was besser ist, als Straßenhund draußen zu leben, frei von allem, oder als Hund im Shelter, der oft Jahre oder Jahrzehnte auf ein Zuhause wartet. Viele schaffen es nicht mal in Familien, sondern sterben im Tierheim.

 

Als Sanda und Aki dann mit Cliff und den 4 Welpen kamen, mussten diese erst einmal versorgt werden. Den Welpen wurde Fieber gemessen und sie wurden entfloht. Cliff bekam erst einmal etwas zu fressen.

Auch am nächsten Tag wartete einiges an Arbeit auf uns. Ihr dürft nicht vergessen, wir waren als Hilfe für Sanda gekommen, aber natürlich wollten wir auch Fotos für unsere Alben machen und Hunde kennenlernen. Erst wurden die Welpen, die sich bereits in Sandas Tierheim befanden, gewogen, entwurmt und einige wurden geimpft. Wir holten DSV, Shy, Kaygo und Benji und zu guter Letzt Elisa in den Auslauf. Cliff bekam sein erstes komplettes Hähnchen mit ganz vielen Vitaminen und Mineralstoffen. 

Auf dem Rückweg vom Shelter nach Bukarest fütterten wir die Straßenhunde. Leider waren es wieder mehr geworden und es ist für Sanda nicht immer leicht, sie kastrieren zu lassen. Ihr fehlt hier einfach die Hilfe, denn es sind teilweise große Hunde, die trotzdem sie Sanda kennen, nicht so einfach ins Auto springen. Sie sind vorsichtig, zum Glück, denn ansonsten wären einige von ihnen schon nicht mehr am Leben. Es gibt so einige Hunde, die sehr freundlich zu Menschen sind und sicher auch in einer Familie sehr glücklich wären. Diese Hunde werden wir euch extra in Beiträgen vorstellen. Wenn sich jemand findet, würde Sanda sie für die Reise vorbereiten. So haben wir es damals auch mit unserem Happy gemacht, der jetzt als Einzelprinz bei seinem Frauchen super glücklich ist. 

Am vorletzten Tag besuchten wir das Tierheim von HAR Romania. Wir wollten mit Grigoretta einiges bereden und haben uns riesig gefreut, als sie uns dann doch einen großen Teil ihrer Hunde und das Tierheim  zeigte. Auch hier gibt es viel Arbeit und es sind einfach zu wenig Leute da. Bei HAR leben ungefähr 300 Hunde und sie haben viele Notfälle. Grigoretta und ihr Team leisten eine wirklich unbezahlbare Arbeit und wir bedanken uns noch einmal dafür.

Der letzte Tag war verregnet und uns wurde es schwer ums Herz, wieder müssen wir Sanda allein lassen, wieder haben wir nicht alles geschafft und wieder bleiben unsere Hunde zurück. Wir waren noch einmal in den tristen Zwingern und haben versucht einige Fotos zu machen. Hunde spüren die Traurigkeit und die Wehmut und wenn man dann diese Hundeaugen sieht, dann könnte man nur Weinen. Zum Glück holten wir abends unsere Linda vom Flughafen ab, die nun für weitere 14 Tage Sanda unterstützen würde. Somit war der Abschied nicht ganz so schwer, denn weitere Hilfe war gesichert.

 

Resümee von uns:

Ein Tierheim in Rumänien zu leiten ist eine Lebensaufgabe und man muss mit Herzblut und viel Kraft dabei sein. Es sind 7 Tage die Woche á 365 Tage im Jahr. Man muss an alles denken, ist für alles verantwortlich. Die Büroarbeit wird dann abends oder nachts gemacht. Ein Privatleben hat man nicht. Keiner von uns konnte sich das vorher vorstellen, nach einigen Reisen ins Shelter sind wir jetzt schlauer. Bei Hitze und bei Kälte, ob es ihr gut geht oder nicht, Sanda ist immer bei ihren Hunden. Sie hat unseren Respekt und wir ziehen vor dieser Arbeit jedes Mal den Hut. Wir danken ihr so sehr.

 

 

Steffi, Aki und Denisé im Namen vom ganzen Team des TSV Pfote sucht Glück e.V.


Unsere Reise zu Sanda und den Hunden im März 2017

Seit längerem war unsere Reise nach Bukarest geplant und viel zu kurz war die Zeit, die Steffi und ich mit Sanda und den Hunden hatten. Dieses Mal sahen wir die Narben, die der Winter hinterlassen hat, obwohl alles bereits schön grün war und in voller Blütenpracht stand, konnte man erahnen, wie schwer die eisige Winterzeit für die Tiere und auch für die, vor allem  ärmere Bevölkerung, sein muss.

 

Unsere Fahrt begann am Flughafen, von dort holte uns Sanda ab und es ging gleich ins Tierheim. Dieses liegt außerhalb von Bukarest ungefähr 40 km entfernt in Butimanu.  Es ist eine Fernverkehrsstraße, die stark frequentiert ist. Hier leben und sterben die Straßenhunde, die Sanda füttert. Dieses Mal haben wir einige tote Hunde gesehen.  Ob sie angefahren wurden oder einfach nur an Krankheit oder Schwäche gestorben sind, das interessiert niemanden, es ist ein Anblick, den die Menschen gewohnt sind. Wir werden uns nie daran gewöhnen. Das erste Rudel haben wir am Feld gefüttert, mit dabei ein alter, lieber Schäferhundrüde mit Schlappohren, lieb und freundlich, gezeichnet vom harten Leben. Vielleicht hatte er auch einmal eine Familie, denn er war recht zutraulich und ließ sich streicheln.

 

 

Den nächsten Stopp machten wir bei Mr. Marian, dem Inhaber eines Restaurants zwischen Buftea und Butimanu. Bei ihm halten viele Truck-Fahrer oder auch andere hungrige Gäste und hier wohnen einige Straßenhunde, die von Mr. Marian versorgt werden. Auch Magadan, der Anführer des Straßenhunderudels aus dem Forest (Wald) hat dort überwintert. Wir waren froh und glücklich, ihn bei bester Gesundheit vorzufinden. Nach einem kurzen Imbiss und vielen Streicheleinheiten für die Hunde ging es weiter in unser Shelter. Je mehr wir in die ländlichen Gegenden kamen, umso mehr Armut sahen wir. Häuser, die nicht isoliert sind und unbefestigte Straßen. Ein oder zwei Kühe am Wegesrand, die schon ein stolzer Besitz für die Dorfbewohner sind. Pferdefuhrwerke, die mit ihren Menschen zur Arbeit fahren oder irgendetwas holen. Man fühlt sich in eine andere Zeit zurückversetzt. Viele Menschen haben keine Arbeit und versuchen, mit dem, was sie aus dem eigenen Garten haben, zu überleben, viele sitzen in kleinen Gruppen vor ihren Gärten auf Bänken und hier und da sieht man auch die Hunde dieser Menschen.

 

Dann endlich kamen wir am Tierheim an. Wir freuten uns riesig, waren  voller Energie und konnten es nicht abwarten. Das Schöne an diesem ersten Tag unserer Reise war, dass wir einige Hunde nicht mehr wie gewohnt vorfanden, Aki, Codrutza, Good Wolf, Princess, Guritza, Ceresala, Diaconescu, Petra, Nero, Janina, Ranger, die kleine Vera, Daisy usw. sie fanden entweder ein Zuhause oder warten auf einer Pflegestelle auf ihre Menschen. Toby und Lizzy erwarteten uns in dem ersten Zwinger und begrüßten uns. Der Rundgang war tränenreich, Freude, Liebe und Trauer, alles kam gleichzeitig über uns. Wir sahen Hundeaugen, die uns lieb anlächelten, Hundeaugen, die traurig schauten und Hundeaugen, die langsam aufgeben.  Den Winter haben alle Hunde überstanden, aber die Spuren und Narben der Zeit im Tierheim sind tief, man kann sie vor allem bei den alten Hunden sehen. Die Pfoten sind dick von der Arthrose, die durch jahrelanges Liegen auf kaltem und nassem Untergrund entstanden ist. Das Fell ist teilweise stumpf von der einseitigen Ernährung.  Ob sie Schmerzen haben kann man nicht erkennen, falls ja, merkt man es ihnen nicht gleich an. Einige Hunde haben Hautkrankheiten, die über Winter schlimmer werden, da einfach die Nässe und Kälte die Wunden nicht heilen lässt. Ein wirklich trauriger Anblick und trotzdem waren fast alle vorne am Zwinger, um uns zu begrüßen. Leider nicht die schüchternen, ängstlichen Hunde, die den Menschen meiden, die Pfleger kennen sie nun schon, aber andere Menschen sind tabu. Oft sieht man sie nicht, es schauen nur die Augen aus den Löchern der Hütten, Augen voller Angst, obwohl ihnen teilweise nie ein wirkliches Leid zugefügt wurde. Sie kamen als Welpen und blieben, wurden nie direkt sozialisiert, wie auch, bei so vielen Hunden. Geht man zu ihnen in den Zwinger und kommt den Hütten zu nahe, dann fangen sie an zu zittern. Ein Bild des Jammers, man ist dann einfach hoffnungslos und traurig. Was haben sie für eine Zukunft? Meist nur die traurige Gewissheit, im Zwinger alt zu werden.

Dann sahen wir unsere Junghunde - im Laufe der letzten Jahre wurden einige gerettet, teilweise zusammen mit ihren Müttern, teilweise allein. Einige von ihnen konnten schon in ihre Familien ziehen, viele suchen noch das Traumzuhause. Sie sprühen vor Lebensenergie und warten auf ihre Chance, zu rennen, zu spielen und einfach Gras unter den Pfoten zu haben. Kurz vor unserer Fahrt hat Sanda auch unsere 6 Welpen (Lennox, Siva und Co.)und den Schäferhundrüden Valentin aus der Pflegestelle ins Tierheim geholt. Ein trauriger Anblick, die Lütten im Zwinger zu sehen. Valentin, ein toller, stattlicher Schäfi leidet unsagbar im Zwinger, er hatte irgendwann mal eine Familie und Menschen und das merkt man ihm an. Valentin sollte nicht zu lange im Shelter bleiben, Schäferhundefans würden begeistert von ihm sein. Ein wirklich toller Kerl.

Unsere Gefühle fuhren in den Tagen bei den Hunden und bei unserer Sanda Achterbahn. Es ist ein Tierheim, welches liebevoll für die Hunde aufgebaut wurde. Hier gibt es Hütten, hier gibt es jeden Tag zu fressen und es ist eine grüne Oase mitten im Nirgendwo. Sanda sorgt so liebevoll für ihre Hunde, lässt sie sofort tierärztlich betreuen, wenn ihr etwas auffällt. Sie versucht ihnen für die erste Zeit ein Zuhause im Shelter zu geben, aber sie ist oft selber sehr traurig, denn sie hat viele alt werden und sterben sehen. Es sind dort wundervolle Hunde, wie DSV, Leo, Bernie, Enola, Blondi, Broscutza, Steluta, Etta, Cornell und viele mehr, die alt sind und wenig Chancen haben. Dann gibt es die Hunde, die erst kurz im Shelter sind oder nur einige wenige Jahre. Wir hoffen so sehr, dass wir für diese Hunde Familien finden und danken unserer Sanda Andrei für die Liebe, die sie für ihre Hunde aufbringt und für die tolle und wunderbare Betreuung.

Was haben wir in den Tagen geschafft?

Wir haben viele Bilder gemacht. Leider hat es die Zeit nicht erlaubt in jeden Zwinger zu gehen und die Hunde rauszuholen. Zur Qualität der Bilder ist zu sagen, dass es nicht einfach ist, winselnde, bellende oder freudige Hunde zu fotografieren, man hat nicht immer den passenden Moment und einige Tage auch nicht das beste Licht. Toll wäre vielleicht, wenn eine Hobbyfotografin mit uns zusammen hinfliegt und gute Bilder macht. Wir würden uns freuen. Ihr könnt euch jederzeit gerne bei uns melden.

 

Dieses Mal haben wir unsere jüngeren Hunde in den Auslauf genommen, angefangen von Blondu, der immer absolut aufgedreht im Zwinger rumspringt. Wir waren fasziniert von diesem hübschen, tollen Hundemann, er war im Auslauf total anders, ruhig, freudig, verträglich. Laila holten wir zu ihm und es war perfekt. Auch mit Cesar, der gleich nebenan seinen Zwinger hat, war es kein Problem. Dieser Hund braucht einfach Menschen, die aktiv sind und ihn auslasten. Ein wirklich toller Hund.

Mit Laila geht es weiter, sie ist etwas aufgeregt gewesen, aber wer ist das nicht, wenn man nach Monaten wieder mal Gras erlebt und rennen darf. Eine wunderschöne Hündin, die schon so lange wartet und bisher nie wieder eine Anfrage hatte.

 

Dann kamen die 6 Welpen, die nun jeweils zu dritt in einem Zwinger leben. Alle waren fantastisch, Siva konnten wir nicht testen, da sie kastriert wurde, aber auch sie ist eine ganz liebe zurückhaltende Hündin.  Sie lernen alle schnell, sind welpentypisch verspielt und alle haben den  Test mit Geschirr und Leine bestanden. Nun sollten sie schnell ihre Familien finden, denn je länger sie im Zwinger sitzen umso schlimmer wird es, sie dann wieder an die Umwelteinflüsse zu gewöhnen.

Auch die Welpen von Fienchen, Arwen, Merlin, Kaja und Valentina wurden getestet und es sind wundervolle Junghunde, die immer noch auf ihre Chance warten. Für uns war es schwer, sie wieder in ihre Zwinger zu bringen, den Blick von den Hunden und den Anblick im Zwinger vergisst man so schnell nicht. Sie waren so lebendig und freudig und dann geht es zurück ins kalte triste Betonleben.

Wir haben die 3 Schwestern im Auslauf erlebt, diese drei Hunde sind einfach ein Traum. Chloe wird bald in ihr neues Zuhause reisen, Sira und Molly suchen leider immer noch.

Auch Benji und Kaygo, die Welpen, die von Mama Maya übriggeblieben sind, suchen noch dringend Familien. Sie sind sehr menschenbezogen und neugierig.

 

Überrascht waren wir von Cocco, Keks und Ringo, es sind ja unsere Sorgenkinder, da sie doch immer schon etwas zurückhaltender waren, als die anderen Junghunde. Alle drei sind als Welpen ins Tierheim gekommen und nun schon über ein Jahr dort. Sie sind unsicher, trauen sich nur nicht so richtig, aber mit einer guten Pflegestelle, die sich Zeit für sie nimmt, werden sie sicher bald ihre Schüchternheit überwinden. Es sind Hunde, die es verdient haben, dass sie endlich gesehen werden.

 

Wir wünschen uns für die Welpen oder Junghunde Pflegestellen, denn hier kann der Grundstein für ihr weiteres Hundeleben gelegt werden. Es wäre für uns alle ein großes Geschenk, denn diese Hunde sollen nicht im Tierheim alt werden.

 

Weiterhin hatten wir Toby und Lizzy im Auslauf. Toby ist ein wunderbarer, sehr menschenbezogener Hund, der gerne kuschelt und sich auch sehr an den Menschen schmiegt. Lizzy ist immer noch eine kleine ängstliche Maus, die schon mal dichter am Menschen vorbeiläuft, aber sich noch nicht berühren lässt. Hier wäre eine gute Pflegestelle toll. Sie kam als Welpe und blieb im Shelter.

 

Was Tierärzte in Rumänien täglich leisten, konnten wir am Freitagabend live erfahren. Mit dem alten Gogu, dem leider vor einigen Wochen das hintere Bein amputiert werden musste, waren wir bei Dr. Iustin Girea in Bukarest. Ein Tierarzt, der auch mit dem Tierschutz sehr verbunden ist. In der Praxis waren viele Tiere, aus anderen Sheltern, die behandelt wurden. Freundliche Hunde, mit schlimmen Verletzungen, hier wurde uns  das Tierelend von Rumänien noch bewusster. Hier kann niemand die Augen verschließen, was wir als schlimm empfanden, war für unsere rumänischen Freunde Alltag. Diese Gewissheit traf uns hier noch einmal wie ein Faustschlag ins Gesicht. Gogu bekam eine Injektion und es wurde Wasser  aus dem Knie des gesunden hinteren Beines gezogen, ein schmerzhafter Prozess, den er mit Würde ertragen hat. Gogu  war dann auch die Nacht bei uns und am nächsten Tag ging es zurück ins Shelter.

Samstag war Kastrationstag, der Tierarzt kam ins Tierheim, alles war vorbereitet. Dafür wird das Katzenzimmer immer umgebaut und die Mietzen nutzen so lange den anderen Raum mit Freilauf. Es wurden Valentin, Siva und Ringo aus Sandas Tierheim sowie einige Straßenhunde und Hunde aus dem Dorf kastriert, welche von Sanda abgeholt und wieder zurückgebracht wurden. Allen Hunden ging es danach den Umständen entsprechend gut.

 

Der letzte Tag war verregnet und kalt, so war auch unsere Stimmung, denn wir wussten, dass der Abschied naht. Wir halfen Sanda, beim Scheren von Paco und auch Fienchen bekam eine Frühlingsfrisur. Das Fell von beiden war durch den Winter sehr lang geworden und nun musste einfach eine gute Frisur her, da es ansonsten auch zu Verfilzungen und Hautproblemen kommen kann. Dann bekamen auch die 6 Katzen im Katzenzimmer unsere Aufmerksamkeit, naja, Kiki haben wir leider nicht gesehen, aber dafür Romeo, Adina und die 3 noch namenlosen tollen, hundefreundlichen Katzen. Wir haben uns entschlossen, auch ihnen ein Zuhause zu suchen.

Am Abend schauten wir gemeinsam mit Sanda bei Adriana und ihrem Mann vorbei und haben Missy (ehemals Janina) und Tessy (ehemals Cretza) besucht. Wir sind so glücklich, dass es auch wunderbare Adoptionen in Rumänien gibt. Ihre Tochter Irina ist eine der Volontärinnen, die Sanda ab und zu zur Seite stehen und helfen. Wir haben zwei glückliche Hunde in ihrer Familie besucht. Einfach großartig und so schön.

 

Unser Resümee

Sanda erzählte uns in der Zeit unseres Besuches  die Geschichten der Hunde, die wir noch nicht auf der Homepage und unserer Facebook-Seite haben. Es sind alles Hunde,  die in einem Land geboren wurden, wo es keine Zukunft für die Straßenhunde gibt. Die Geschichten ähneln sich, sie sind traurig und lassen einen teilweise resignieren, aber durch unsere bisherigen Vermittlungen haben wir erlebt, wie toll sich Hunde, die lange im Tierheim waren und nie eine Familie kannten, anpassen und einleben. Es waren einmal über 180 Hunde in Sandas Tierheim, diese Anzahl konnte durch Adoptionen in Deutschland und Rumänien auf 156 Hunde verringert werden. Für uns ein enormer Erfolg.

Das spornt Sanda und unser Team an, weiter zu machen. Zusammen mit den Paten, mit allen Menschen, denen die Hunde im Shelter nicht egal sind, mit Aktionen für die zurückbleibenden Hunde im Shelter und mit Besuchen im Tierheim sowie weiteren Adoptionen, werden wir noch einiges Großartiges bewirken. Dafür möchten wir allen Menschen  danken, die uns bisher geholfen haben und weiterhin helfen.

Wir wissen, wenn wir nach Hause fliegen, ist es ein Abschied auf Zeit, und doch fällt es uns jedes Mal von neuem schwer. Aber wir kommen wieder, zurück zu unseren Hunden, zurück in Sandas kleines Shelter. Und vielleicht wird das nächste Mal der ein oder andere Hund nicht mehr dort sein, weil er seine Familie gefunden hat. Ein Gedanke, der uns freudig stimmt und der Mut zum Weitermachen gibt.

Time to say goodby - but not for long, we'll be back soon.

 

Steffi und Denise vom Team Pfote such Glück e.V.

 

Noch kurz zu den Straßenhunden, die tagtäglich von Sanda gefüttert und auch entwurmt und bei Krankheit betreut werden. Nicht alle kann man ins Shelter holen. Sanda hat hier bereits ihre Erfahrungen gemacht. Sie hat einige Straßenhunde alt werden sehen, andere kamen und zogen weiter. Bei all dem Elend in Rumänien kann man nicht alle in Zwinger stecken, sie sind frei geboren und lieben diese Freiheit. Sanda weiß das und betreut sie daher in ihrem Lebensumfeld. Natürlich achtet sie auf die Kastrationen. Leider kommen immer wieder neue Hunde dazu. Einige laufen weiter oder werden von anderen Tierschützern eingefangen. Retten sollte gut überlegt werden, wenn die Plätze der Hunde sicher sind und sie kastriert und medizinisch versorgt werden, dann sollte man sie dort lassen, wo sie bisher leben.


Steffi & Sarah's spontane Herbstreise

Reisebericht vom Oktober 2016 (Flug Steffi und Sarah)

Sehr spontan entschieden wir uns über das verlängerte Wochenende nach Rumänien zu Sanda und den Hunden zu fliegen. Wir waren ganz aufgeregt vor Freude, haben den Flug gebucht und schwupps schon saßen wir im Flieger. In Bukarest wurden wir freudig von unserer Sanda empfangen. Natürlich machten wir keine großen Umwege, sondern fuhren direkt Richtung Shelter. Auf dem Weg dorthin machten wir einen Zwischenstopp und begrüßten die Hunde des Waldrudels. Es war wundervoll sie nach den Monaten wiederzusehen. Selbstverständlich hatte Sanda ein paar Leckereinen dabei, worüber sich die Hunde ohne Wenn und Aber hermachten.

Dann ging es weiter. Unser nächster Halt war bei Sally. Die freundliche, aufgeweckte Hündin lebt mit einigen anderen Hunden auf einem Tankstellengrundstück. Der Besitzer kümmert sich um die Fellnasen. Er hat ihnen ein Stück Fläche eingezäunt und Hundehütten gebaut. So sind sie sicher und bekommen jeden Tag eine Mahlzeit. An einigen Tagen der Woche hält Sanda an und bringt den Hunden Leckereien vorbei. Bei einer Unterhaltung mit dem Tankstellenbesitzer erwähnte er, dass er überlegt Sally mit den anderen Hunden zusammenzulassen. Dann hätte sie mehr Platz wäre Teil eines Rudels. Wir fanden die Idee toll und als wir in den nächsten Tagen noch einmal anhielten, um Sally zu besuchen, tobte sie fröhlich mit allen Hunden.

Nun ging die Fahrt weiter, ab ins Shelter. Als wir dort ankamen war nur eins zu hören: Bellen. Für die Hunde ist es immer unwahrscheinlich aufregend, wenn jemand zu ihnen kommt. Die Wiedersehensfreude war riesig. Wir machten einen Rundgang durch das Shelter und versuchten jedem der Hunde einen kleinen Moment unserer Aufmerksamkeit zu schenken - Ob Streicheleinheiten oder beruhigende Worte sie lieben es einfach. - Im Anschluss machten wir uns daran, einige Hunde aus ihren Zwingern zu holen, damit wir bessere Fotos machen konnten und natürlich, um sie zu streicheln und ihnen die lang ersehnte Zuwendung zu geben, die sie so sehr brauchen.

Nachmittags fuhren wir zurück Richtung Bukarest. Auf unserem Weg hielten wir bei der Pflegestelle an, in der sich die kleinen Welpen Lennox, Lenny, Luka, Siva, Nico und Trust derzeit befinden.

Für den zweiten Tag nahmen wir uns vor, wieder einige Hunde in den Auslauf zu lassen, sowie in die Zwinger zu gehen und die Hunde dort zu besuchen. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie sehr die Hunde unsere Anwesenheit genossen haben, einige von ihnen waren jedoch sehr verunsichert. Willst du wirklich zu mir? Mich sieht doch sonst nie jemand! Kann das denn sein?

Den nächsten Tag wollten wir ähnlich gestalten, allerdings mit tatkräftiger Unterstützung, denn die freiwilligen Helferinnen von Sanda wollten auch kommen. Jedoch kam es schon auf dem Weg ins Shelter ganz anders. In einem Dorf sammelten wir eine kleine, weiße, wuschelige Hündin ein, die Sanda und Steffi bereits am Tag zuvor auffiel. Die Arme lief von einer Straßenseite zur anderen, war total verunsichert. Da in den Ortschaften sehr schnell gefahren wird, mussten wir nun handeln. Die Hündin war sehr dünn und hatte Angst. Sie ließ sich dann aber doch von Steffi ein wenig beruhigen. Es ging also weiter Richtung Shelter.

An einem Bistro am Straßenrand machten wir erneut Halt, da Sanda nach einer hochschwangeren Hündin sehen wollte, die dort lebt. Es kam uns ein kleines Rudel von Hunden entgegen, die auf Futter und Zuwendung hofften und auch bekamen. Da entdeckten wir den kleinen, beigen Hund, der sich so sehr freute, dass er glatt mit ins Auto gestiegen wäre. Steffi war hin und weg und wir versprachen ihm, Menschen für ihn zu finden, denen er so viel Freude machen kann, wie er sie uns für diese paar Minuten schenkte. Aufgrund seiner lebensfrohen Persönlichkeit nannten wir ihn „Happy“.

Der Tag im Shelter war sehr ereignisreich. Erst einmal kümmerten wir uns um die kleine weiße Wuschelhündin, die Sanda liebevoll „Cherie“ taufte. Cherie wurde geschoren, da ihr Fell verfilzt war und es wurden die Flöhe bekämpft, die sie sicherlich schon eine Weile plagten. Am Ende war sie ein recht ansehnliches, junges Hundemädchen, die uns mit noch nicht ganz sicherem Blick musterte, das sollte sich jedoch schnell ändern.

So, jetzt waren wir erst einmal fertig und huch, da kamen auch schon die Freiwilligen. Sie halfen uns einigen Hunden das Leinelaufen beizubringen. Die Junghunde Valentina, Arwen und Kaja kannten das noch gar nicht und fanden es dementsprechend recht doof. Doch sie waren lernwillige Hundeschüler und nach einiger Zeit jedoch klappte es immer besser. Auch unser alter Freund Ranger durfte es einmal ausprobieren und er machte es so toll. Aber wir konnten ihn nicht lange trainieren, denn Ranger wurde an diesem Tag kastriert und der Tierarzt wartetet bereits.

Leinentraining beendet und ran zur nächsten Aufgabe. Einige Hunde sollten miteinander getestet werden. Unsere Lily litt, allein mit Mio, sehr im hinteren Zwinger. Wir wollten sie zu Inka und Nayeli setzten, damit sie zum einen weiter vorne waren und auch in einem größeren Rudel. Es klappte wunderbar. Wir waren sehr erleichtert und so zogen die beiden um. 

Nun hatten wir doch noch etwas Zeit und entschieden uns, weitere Hunde in ihren Zwingern zu besuchen. Carine, Bobby, Dolly und Paco haben sich sehr darüber gefreut. Lola und Padure konnten dem Frieden nicht so recht trauen, sie brauchen etwas mehr Zeit. 

Der vierte Tag im Shelter startete damit, dass wir die Hündinnen Hanna und Isabella in ihrem Zwinger besuchten. Vor allem Hanna ist immer sehr glücklich, wenn sie Zuwendung bekommt und hätte Lust am liebsten sofort mitzukommen und über die Wiesen zu tollen. Anschließend ging es zu Elisa und Mec. Die beiden sind ganz wundervolle Hunde und mir fiel das erste Mal auf, was für ein süßes Gesicht Mec doch hat. Das musste ich sofort mit meiner Kamera einfangen.

Steffi war aufgefallen, dass etwas mit Sandys Pfote nicht in Ordnung war und so war der nächste Punkt auf der Tagesordnung, uns das mal genauer anzusehen. Wir holten die lebensfrohe Hündin ins Haus und untersuchten sie. Sandy hatte sich an der Pfote verletzt, vermutlich an einer scharfen Kante der Hundehütte. Die Wunde wurde sofort versorgt, doch Sandy interessierte sich nicht allzu sehr dafür. Sie liebäugelte mit den beiden Neuzugängen, den kleinen Welpen Sanna und Sienna. Die Welpen waren unheimlich neugierig auf Sandy und umgekehrt ebenso. Nach kurzer Zeit wurde miteinander gespielt. Es war herrlich. Auch die Katzen durften eine Runde durch das Zimmer drehen. Als wir Sandy zurückbrachten, versuchten Sanda und Steffi gleich die scharfen Kanten des Hauses nach unten zu biegen, sodass nichts mehr passieren konnte.

Bevor es für uns wieder zurück nach Bukarest ging, suchten wir noch vier ältere Hunde in ihren Zwingern auf. Es schien uns, dass sie sich langsam aufgeben. Princess, Sfio, Sfia und Bernie, liebe alte Zeitgenossen. Uns wurde bang ums Herz. Würden sie es jemals schaffen in einem eigenen Körbchen zu liegen? 

Mit etwas Wehmut verließen wir das Shelter, es stand noch einmal ein Besuch bei den Welpen in der Pflegestelle an, um Futter vorbeizubringen. Zudem bekamen sie die erste Entwurmung.

Der letzte Tag war für uns der krönende Abschluss. Als erstes holten wir den aktiven, wundervollen Pitt in den Auslauf. Es war unheimlich witzig anzusehen, wie er mit dem Ball spielte. Er schien sehr glücklich zu sein. Als nächstes durfte Ranger die Sonne und unsere Aufmerksamkeit genießen. Wir wollten ihn mit einem anderen Rüden testen und holten prompt Aki und Codrutza hinzu. Das klappte wunderbar, wir waren erleichtert. Gemeinsam mit den Hunden genossen wir eine kleine Weile die Sonne, dann mussten Aki und Codrutza zurück in den Zwinger, denn der Katzentest mit Omi Cesarine stand an und so durfte die alte Dame das erste Mal aus ihren Zwinger hinaus in den Auslauf. 

Der Abschied kam leider wieder viel zu schnell, wir gingen unsere vorerst letzte Runde durch das Shelter und besuchten Gagu, Gaga, Laika, Cornell, Guritza, Shy, und Hope. Sehr traurig verließen wir das Shelter in dem Wissen, dass der Winter kommt und dass die meisten von den eben Verabschiedeten ihn durchstehen müssen und nur die Wenigsten vorher ein warmes Heim finden. 

 

P.S.: Happy, Cherie und einige anderen Hunde wurden schnell nach unserer Heimkehr in Deutschland vermittelt. 


Eine Reise in ein Land der Straßenhunde

 

Reisebericht Mai 2016 (Flug Steffi und Denisé)

 Wie oft schon habe ich Reportagen über Straßenhunde gesehen. Wie oft schon habe ich dringende Tiernotfälle geteilt oder selbst erstellt, oft sah ich die bittenden Augen der Straßentiere oder der Tiere in den Sheltern. Vor allem die alten und kranken Tiere berühren immer wieder mein Herz. Oft hatte ich mir gesagt, irgendwann hast du die Chance und bist selbst einmal vor Ort. Ein wirklicher Zufall hat mich schneller als gedacht in das Land der Straßenhunde gebracht. Eine liebe Tierschutzfreundin hat mich kurzfristig gefragt, ob ich nicht Lust hätte mitzureisen und dieses Mal habe ich nicht lange überlegt. Vor Ort konnte ich mir selber ein Bild von der großartigen Arbeit und dem Leben einer Tierschutzkämpferin in Rumänien machen. Sanda Andrei hat ein Shelter mit 180 Hunden etwas außerhalb von Bukarest. Täglich fährt sie fast eine Stunde zum Shelter. Dort verbringt sie den ganzen Tag bei den Tieren und auf dem Rückweg füttert sie die Straßenhunde. Wenn sie in die Tierklinik muss, fährt sie diesen Weg mehrmals. Es ist oft sehr mühevoll, sie ist fast immer allein. 

In den Tagen habe ich oft in hoffnungsvolle und traurige Augen geblickt. Jeder Hund hat seine eigene Geschichte. Ob es der 16 jährige wundervolle Rüde ist, der schon lange wartet und sich freut, einfach gestreichelt zu werden oder ob es die Welpen sind, die im Winter mit ihren Müttern gefunden wurden und jetzt unbedingt ein Zuhause brauchen. Viele sind im Shelter alt geworden, viele hatten nie eine Chance. Das macht auch Sanda immer wieder sehr traurig. 

In den Tagen habe ich nicht das ganze Land kennengelernt. Es gibt sicher noch traurigere Schicksale, schlimmere Shelter und ärmere Menschen. Trotzdem habe ich mich unsagbar wohlgefühlt und Menschen getroffen, denen das Schicksal der Straßenhunde nicht egal ist. Ob es nun der Inhaber eines kleinen Straßenbistros ist, der hinter dem Haus Hunde füttert und Sandra über neue Hunde informiert oder die jungen Frauen, die am Waldrand auf Freier warten und Sanda berichten, ob es den Waldhunden gut geht und ob mögliche neue Hunde dazugekommen sind. 

Auf einem Feld, wo Straßenhunde lebten ist eine Firma entstanden, sie haben die Hunde nicht verjagt oder in staatliche Shelter bringen lassen, nein, sie haben ihnen einen Platz zum Weiterleben gebaut und sie werden gefüttert. Dort lebt außerhalb des Geländes der alte Anführer des Waldrudels. Er wird außerhalb von Sanda und den Mitarbeitern gefüttert, aber 2 Tage war er nicht vor Ort. Die Leute kennen Sanda und kamen am 2. Tag zu ihr ans Auto und teilten ihr mit, dass Spike krank ist, sie haben den Tierarzt geholt und ihn im Bad in der Firma untergebracht. Dort wird er solange bleiben, bis er wieder genesen ist. Ganz gesund wird er nicht mehr werden. Er hat Babesiose und wurde dagegen auch behandelt. 

 

Vielen Dank fürs Lesen dieses kleinen Berichtes und Danke, dass auch ihr jeden Tag für die Tiere , die uns brauchen , da seid. Egal in welchem Land, egal zu welcher Zeit, sie brauchen uns so sehr….

 

Denisé Ertel

 

P.S. Ein Nachtrag für euch, Spike ist in diesen Tagen gestorben. Es macht uns traurig, aber er ist frei in seinem Waldstück über die Regenbogenbrücke gegangen. Sanda hat ihn im Shelter beerdigt.

 

R.I.P du Anführer des Waldes