Feli's Happy End

Vor ein paar Jahren lernte ich über Facebook Sanda Andrei kennen die in Bukarest ein Shelter hat und immer wieder arme gequälte Straßenhunde bei sich aufnimmt. Ich entschied mich ihr zu helfen die Hunde zu vermitteln und schloss mich einem kleinen Team an aus dem dann der Tierschutzverein Pfote sucht Glück wurde.

Im Januar 2014 fand sie wieder mal eine kleine arme Seele im Wald. Es war eiskalt und es regnete. Die kleine Hündin war total ausgehungert, hunderte von Zecken hatten sich an ihr festgesaugt, sie war entkräftet und voller Angst. Sie war damals so schwach, dass sie nicht mal mehr weglaufen konnte. Sie lebte wohl schon einige Zeit in diesem Wald und hatte sich einer anderen kleinen Hündin angeschlossen und so versuchten sie unter einem großen Felsvorsprung zu überleben.

Als Sanda die Hunde fand waren sie schon dem Tod näher als dem Leben. Sanda nahm die beiden Hunde mit und brachte sie in ihr Shelter. Die kleine braune Hündin wurde von einem Kollegen von Sanda aufgenommen und die Weiße blieb bei ihr, denn sie war sehr krank.

Dann schickte sie uns die Bilder von ihr und da mich das Bild so berührte entschied ich mich Patin für sie zu machen und nannte sie Felicitas weil sie so viel Glück hatte.

Wir suchten nun ein Zuhause für Feli aber sie hatte noch einen langen Weg der Genesung vor sich. Feli hatte Babesiose, einen Leistenbruch und wahrscheinlich hatte sie auch irgendwann einmal eine schlimme Krankheit die ihr Herz geschädigt hatte. Wir vermuteten, dass Feli irgendwo als Zuchthund gehalten wurde und als ihr Körper ausgemergelt war hatte man sie einfach im Wald entsorgt.

Das Bild von Feli ließ mich nicht mehr los und ich überlegte mir sie selbst zu adoptieren, aber ich hatte schon zwei Katzen und ich bin selbstständig und hatte eigentlich gar keine Zeit für einen Hund.

Aber mein Herz hatte schon entschieden und so kam Feli nachdem sie ausreisefähig war zu mir. 

Sie lebt nun seit über 4 Jahren bei mir, ihr Herz ist immer noch sehr schwach, das wird sich wohl auch nie mehr erholen und sie hat einen Lebertumor der durch das schwache Herz nicht operierbar ist und langsam wächst.

Aber ich wusste dass sie schon älter und krank ist und hatte mich trotzdem entschieden ihr noch ein schönes Leben zu schenken.

Feli lebt nun glücklich mit meinen zwei Katzen zusammen und ist meine Sonne. 

Ich bin Sanda jeden Tag dankbar, dass sie mir das schönste Geschenk in meinem Leben gemacht hat, meine Feli.


Jeepano's Happy End

Jeepano – ein liebevolles Herz auf drei Beinen

Tja, wo fängt man bei so einer Geschichte an und wo hört man auf. Vielleicht, warum man sich auf die Suche nach einem älteren Semester macht. 

Nach dem Tod unseres ersten Rüden hatte ich das Gefühl, dass sich unsere auch schon in die Jahre gekommene Hündin immer mehr aufgibt. War es die Einsamkeit oder sollte es so sein – wer weiß das schon so genau? 

Ich machte mich daher Anfang März 2018 auf die Suche nach einem neuen Gefährten. Ein älteres Semester sollte es sein und ein Rüde; gerne auch ein sogenannter „Handicap“ Hund bzw. ein Notfall. Also rein in die Shelta Seite von Tasso und gesucht. 

Gefunden habe ich Jeepano…wunderschöne Augen und ein umwerfendes Lächeln … sofort war klar: er oder keiner. 

Die Vermittlung zog sich dann etwas hin, denn keiner wusste so genau, ob er in seinem Alter noch ausreisen kann – 15 Jahre hinter Gittern hinterlassen Spuren - und so wurde Jeepano gesundheitlich erst mal auf den Kopf gestellt. Der „alte Herr“ lies alles mit einer stoischen Ruhe und Gelassenheit über sich ergehen und Mitte Mai durfte er dann endlich seine Reise ins eigene Zuhause antreten. 

Sein orthopädisches Bettchen stand schon bereit – drin gelegen ist er genau 2 Tage.

Der rüstige Herr wollte nicht in sein eigenes weiches Bett, sondern hat sich auf dem 2 Meter langen Hundebett unserer Hündin „breit“ gemacht. 

Innerhalb kürzester Zeit hat er die Herzen aller Menschen in seinem Umfeld erobert; was aber noch viel schöner ist: auch das Herz unserer Hündin. 

Es ist etwas passiert, was selbst bei ihrem früheren Kameraden selten der Fall war: sie kuschelt und schläft nachts eng gedrückt an Jeepano. 

Okay, ich gebe zu, er hat ihr auch keine Wahl gelassen. Freundlich wedelnd, mit seinen wunderschönen schwarzen Knopfaugen und sonorer Stimme hat er sie genauso überzeugt wie uns. 

Jeepano ist ein liebenswertes „Schaf“ (er hat einen riesen Dickkopf). Will er etwas nicht, macht er es auch nicht. Aber: mit 15 Jahren und drei Beinen darf man ruhig sagen, was man will und was nicht. 

Die ersten 2 – 3 Wochen; zugegeben, sie waren hart. 

Jeepano hatte bisher nichts anderes als seinen Zwinger gekannt und versuchte „Heim“ zu laufen. Wir hatten in der ersten Woche regelrechte Wanderschaften auf drei Beinen durch die Ortschaft. In der zweiten Woche saßen wir dann schon entspannter an der Straße und haben die Autofahrer begrüßt, die uns zwischenzeitlich schon alle kannten und in der dritten Woche wollte er dann nur doch das Gras unter seinen Füßen genießen und sich die Sonne auf den Pelz scheinen lassen. Das ist seitdem so geblieben. 

Würde ich es heute wieder so machen: JA, JA und nochmals JA. Jeepano mag zwar alt und mit seinen drei Beinen nicht so fit sein wie andere, aber er ist ein Herz von einer Seele und gibt einem jeden Tag unendlich viel mehr als man sich vorstellen kann … und sei es nur, dass er einem brummend erklärt, dass man jetzt besser das Büro verlässt, da er gerne schlafen möchte und man letzten Endes genug gearbeitet hat.


Gonzo's Happy End

Durch meine Mama bin ich auf Pfote sucht Glück e.v. gekommen. Da sie schon öfters bei Sanda vor Ort war, entschied ich mich mal mit zugehen und mir das anzuschauen.

Ich bin mit der Einstellung nach Rumänien gegangen, dass ich ohne Hund zurück kehre, da es beruflich nicht möglich war. Dort angekommen zeigte mir Sanda und meine Mutter die 4 kleinen süßen Welpen, die sie an einem Waldrand im Karton gefunden hatten und retteten. Meine Mama hatte mir schon vorher von den Kleinen erzählt, da sie eine Woche vor mir geflogen ist. Sie schickte mir Bilder und ich fand den kleinen Gonzo ganz süß. Als ich ihn dann auf dem Arm hatte, war der Moment da, vor dem ich mich so gefürchtet hatte. 

Ich schaute in seine Augen. Er war ganz ruhig in meinen Armen und sah mich an, da wusste ich, er hat mich auserwählt, Gonzo gehört zu mir.

2-3 Stunden telefonierte ich mit meinem Freund, da er und meine Mutter ständig sagten es geht nicht, wir haben keine Zeit. Die Woche ging so schnell rum und ich wollte ihn mitnehmen, aber natürlich ging das nicht so einfach. Voller Tränen und Traurigkeit, aber auch glücklich diese Erfahrung gemacht zu haben, flogen wir wieder heim.

Nach langem hin und her entschieden wir uns, Gonzo nach Hause zu holen. Bei der Vorkontrolle mit der lieben Carola wurden wir aufgeklärt, wie die Vermittlung und der Transport abläuft. Nach drei Monaten, September 2017 war es dann so weit, wir warteten auf den Transporter. Als er dann auf den Parkplatz angefahren kam, konnte ich mein Glück gar nicht glauben und brach in Tränen aus. Die Tür des Transporters ging auf und da war er. Gonzo schaute eingeschüchtert und total verängstigt. Behutsam nahm ich ihn in die Arme und trug ihn zum Auto. Daheim angekommen begutachtete er erst mal alles. Geschlossene Räume, ein eigenes Körbchen und Spielzeug kannte er nicht. So viel Neues war ihm nicht ganz geheuer. Am Anfang ein Angsthund, doch mit viel Liebe, Geduld und Vertrauen ist er nun zum pubertierenden Beschützer geworden. 

 

Gonzo liebt seine Spielzeuge, Socken, Leckerlis, kuscheln und natürlich Streicheleinheiten. Er hat viele Hundefreunde und eine Freundin, die auch aus Rumänien ist. Gonzo darf ein ganz normaler Hund sein, hat aber auch seine Regeln.

 

Er ist jetzt etwas über einem Jahr bei uns. Ich habe mit ihm sehr viel über uns und mich gelernt. Gonzo ist mein bester Freund, mein Seelenhund, mein Glück, mein Herz, mein Engel und mein Goldstück. Wenn ich jetzt noch weiter schreibe dann würde ein Buch dabei heraus kommen.

Ich bin so unendlich froh, dass ich mich für Gonzo entschieden habe.

Es gibt immer eine Lösung. Gonzo bereichert mein Leben in allen Hinsichten.

 

Danke an Pfote sucht Glück e.v. für eure tolle Arbeit. Ihr seid einfach unglaublich und super lieb.

Ich bin froh euch zu kennen. Macht weiter so.

Liebe Grüße Gonzo, Markus und Carina